Andreas Tschursin kombiniert alte Rezepte mit hoch- moderner Technik und arbeitet dabei mit Brauer- und Mälzermeister Ralf Gerwert (BdB, Rhaunen) zusammen.
Auszug aus Ausgabe Nr 201 vom 16.07.16
„Ich stehe für ein mit Herz und Leidenschaft produziertes Bier“, so Andreas Tschursin aus Bendorf. Für den 50-Jährigen, der 1994 von der Wolga an den Rhein gezogen ist, zählt die dabei die alte Hand- werkstradition. „Ich braue mit klassischer Gärung und kalter Lagerung und lasse dem Bier Zeit zum Reifen“. Wenn seine Kunden nach dem ers- ten Schluck frisch Gezapftem sagen „Wow, ist das ein leckeres Bier“, leuchten die Augen von Andreas Tschursin. Seit 2015 betreibt er seine „Bier-Schmiede“ in Bendorf. Wie die BierSchmiede entstand Als der gelernte Elektro- monteur aus Russland kam, fand er Arbeit in der Produktion bei Getränkeherstellern in der Region. Per Zufall lernte er einen Unter- nehmer kennen, der Brauer- eien in aller Welt baut. Sein Angebot, ihn als technischen Übersetzter in seine alte Hei- mat zu begleiten, nahm er an. „Es war die beste Schule meines Lebens. Ich bin viel herum gekommen und habe tiefe Einblicke in die Kunst
Der Gehalt an langkettigen Alko- holen ist dadurch geringer. „Vom Bier aus der Bier-Schmiede be- kommt keiner einen schweren Kopf“, so der Brauer. Der Sud- vorgang beträgt acht Stunden und der Gärungsprozess vier Wochen.Mit 30 Hektolitern Bier im Monat hat Tschursin 2015 begonnen. Inzwischen sind es 70 Hektoliter. Die Zahl der Liebhaber des von ihm gebrauten Bier wächst. Zukünftig möchte er Restaurants in der Um- gebung beliefern. Auch über Flaschenabfüllung, die den Verkauf ankurbeln könnte, hat er nachge- dacht. Der Unternehmer nimmt seinen beruflichen Werdegang fest in beide Hände. Er weiß, dass es nicht leicht ist, sich als Einzelunternehmer auf dem Bier- markt zu etablieren. Aber Jammern ist seine Sache nicht. Für ihn zählen traditionelle Werte, Risikobereitschaft und der Blick nach vorn!
des Bierbrauens erhalten. Da habe ich Feuer gefangen, viel Literatur gelesen und den Gedanken gefasst, es selbst zu versuchen“, sagt er. Sein in Bendorf erworbenes Haus mit damals noch verpachteter gast- ronomischer Einrichtung bot die idealen räumlichen Voraussetzung- en. 2015 hat er die Braukunst für sich neu entdeckt und hier seine „Bier-Schmiede“ eröffnet. Der Genießer des kühlen Blonden vermutet nicht, welch exquisite technische Ausstattung Andreas Tschursin zum Brauen nutzt. „Ich bin ein Ein-Mann-Betrieb“, lacht er. In der inzwischen übernommenen Gaststätte sorgt ein Koch für regionale deutsche Küche. Biergenuss ohne Reue „Bier ist nicht gleich Bier, trotz Reinheitsgebot. Was in das Bier hinein kommt, ist streng geregelt. Aber nicht, wie es ausgeschenkt wird“, so Tschursin. Sein Bier ist naturbelassen, unfiltriert. „Kohlehydrate, der Vitamin B-Komplex, Hefe und Eiweiß verbleiben im Getränk und werden nicht für die Haltbarmach-ung des Bieres geopfert. Daraus ergibt sich der ursprüngliche, unverfälschte Biergeschmack“, er- klärt er sein Naturpro- dukt. „Bei untergärig- em Bier wird dem Sud bei acht Grad Celsius Hefe zuge- setzt.Beim ober- gärigen Bier ge- schieht das bei 20 Grad“, weiß er. Der untergärige Brau- vorgang führt zu langsamem Gären.
Handwerkliches Bierbrauen in Bendorf Brauer mit Leib und Seele Andreas Tschursin setzt auf alte Braukunst und moderne Technik
Bier: 500 Jahre Reinheitsgebot  2016 war das 500. Jubiläum des ältesten Lebensmittelgesetzes der Welt. 1516 gaben die bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. in Ingolstadt offiziell bekannt, dass zur Herstellung des Bieres   nur Gerste, Hopfen und Wasser verwendet werden dürfen. Das Reinheitsgebot war damit geboren und ist mittlerweile in aller Welt bekannt. Deutsches Bier ist mit rund 1,5 Milliarden Litern pro Jahr ein Exportschlager. Kleine Biergeschichte  Die Geschichte des Bierbrauens reicht ca.10.000 Jahre zurück und wurde damals in China wie auch in der Region südlich des Mittelmeeres (Gebiet des „Fruchtbaren Halb-mondes“; heutiges Syrien, Libanon, südliche Türkei, Irak, westliches Iran) angewandt. Die älteste bildlich überlieferte Dar-stellung des Bierbrauens ist ein ägyptisches Wandgemälde. Als älteste ägyptische Bierstadt ist Pelusium an der Nilmündung bekannt. Es wird berichtet, dass fast alle Völker der Erde schon sehr früh die Herstellung alkoholischer Ge-tränke kannten. So tranken südamerikanische Volksstämme schon vor Jahr-tausenden das Chica- oder Maisbier oder die Südsee-Insulaner ihr Kawa-Bier, die Ostasiaten das weit ver-breitete Resi-Bier, die Inder und Perser das Soma- und Haoma-Bier und die europäischen wie auch afri-kanischen Völker das Hirsebier. Bier-Schmiede, Bendorf/Rhein Gegr. 2015 | 6 Mitarbeiter Pils, Hell- und Dunkelbier
Brauerei-Führung Fachkundige Führungen durch unsere Brauerei in Gruppen bis max. 20-25 Personen. Bierverkostung Bierverkostung mit Essen (nur auf Vorbestellung). Besichtigungen sind für gehbehinderte Personen leider nicht geeignet. Kein Eintritt für Besucher unter 12 Jahren. Besucher unter 16 Jahren dürfen an der Verkostung nicht teilnehmen. Preise (pro Person) Brauereibesichtigung 4,00 € mit anschl. Bierprobe (3 Getränke à 0,25 l) 9,00 € für Schüler und Azubis 3,00 € mit anschl. Bierprobe (3 Getränke à 0,25 l) 7,00 € Brauereibesichtigung mit anschließender Bierprobe und zünftigem Essen Hausgemachter Leberkäse mit Spiegelei, süßem Senf, Bratkartoffeln, Zwiebeln, Speck und Krautsalat 17,00 € oder Brauhausschnitzel mit hauseigenen Biersoße, gebratenem Gemüse, Bratkartoffeln mit Zwiebel und Speck 19,00 € Besichtigungsdauer Ca. ½ bis 1½ Stunden pro Tour - je nach Leistungsumfang. Wir bitten um Verständnis, dass die Brauereibesichtigungen nur nach vorheriger Anmeldung möglich sind. Unsere Brauereibesichtigungen finden ganzjährig von Dienstag bis Sonntag statt. Zeiten nach Vereinbarung.
. . . die Hausbrauerei der Bier-Schmiede erleben Wir haben die alte Braukunst für uns neu entdeckt und wiederbelebt. Unser Bier wird absolut nach dem Reinheitsgebot von 1516 gebraut. Hierbei handelt es sich um das älteste bekannte Lebensmittelgesetz und es ist letztendlich mit für den weltweit hervorragenden Ruf der deutschen Biere verantwortlich. Daher verwenden wir nur Malz, Hopfen, Hefe und quellfrisches Wasser in kontrollierter Qualität. Anders als bei Großbrauereien ist unser Bier frischer und unfiltriert. Dadurch ist es auch süffiger, gesund und vitaminreich. Und Sie als unser Gast gewinnen ein besonderes Erlebnis. Probieren Sie unser selbstgebrautes Bier. Sie werden begeistert sein. Versprochen!
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„Ich stehe für ein mit Herz und Leidenschaft produziertes Bier“, so Andreas Tschursin aus Bendorf. Für den 50-Jährigen, der 1994 von der Wolga an den Rhein gezogen ist, zählt die dabei die alte Handwerkstradition. „Ich braue mit klassischer Gärung und kalter Lagerung und lasse dem Bier Zeit zum Reifen“. Wenn seine Kunden nach dem ersten Schluck frisch Gezapftem sagen „Wow, ist das ein leckeres Bier“, leuchten die Augen von Andreas Tschursin. Seit 2015 betreibt er s e i n e „Bier-Schmiede“ in Bendorf. Wie die BierSchmiede entstand Als der gelernte Elektromonteur aus Russland kam, fand er Arbeit in der Produktion bei Getränkeherstellern in der Region. Per Zufall lernte er einen Unternehmer kennen, der Brauereien in aller Welt baut. Sein Angebot, ihn als technischen Übersetzter in seine alte Heimat zu begleiten, nahm er an. „Es war die beste Schule meines Lebens. Ich bin viel herum gekommen und habe tiefe Einblicke in die Kunst des Bierbrauens erhalten. Da habe ich Feuer gefangen, viel Literatur gelesen und den Gedanken gefasst, es selbst zu versuchen“, sagt er. Sein in Bendorf erworbenes Haus mit damals noch verpachteter gastronomischer Einrichtung bot die idealen räumlichen Voraussetzungen. 2015 hat er die Braukunst für sich neu entdeckt und hier seine „Bier- Schmiede“ eröffnet. Der Genießer des kühlen Blonden vermutet nicht, welch exquisite technische Ausstattung Andreas Tschursin zum Brauen nutzt. „Ich bin ein Ein-Mann-Betrieb“, lacht er. In der inzwischen übernommenen Gaststätte sorgt ein Koch für regionale deutsche Küche. Biergenuss ohne Reue „Bier ist nicht gleich Bier, trotz Reinheitsgebot. Was in das Bier hinein kommt, ist streng geregelt. Aber nicht, wie es ausgeschenkt wird“, so Tschursin. Sein Bier ist naturbelassen, unfiltriert. „Kohlehydrate, der Vitamin B-Komplex, Hefe und Eiweiß verbleiben im Getränk und werden nicht für die Haltbarmachung des Bieres geopfert. Daraus ergibt sich der ursprüngliche, unverfälschte Biergeschmack“, erklärt er sein Naturprodukt. „Bei untergärigem Bier wird dem Sud bei acht Grad Celsius Hefe zugesetzt.Beim obergärigen Bier geschieht das bei 20 Grad“, weiß er. Der untergärige Brauvorgang führt zu langsamem Gären. Der Gehalt an langkettigen Alkoholen ist dadurch geringer. „Vom Bier aus der Bier-Schmiede bekommt keiner einen schweren Kopf“, so der Brauer. Der Sudvorgang beträgt acht Stunden und der Gärungsprozess vier Wochen.Mit 30 Hektolitern Bier im Monat hat Tschursin 2015 begonnen. Inzwischen sind es 70 Hektoliter. Die Zahl der Liebhaber des von ihm gebrauten Bier wächst. Zukünftig möchte er Restaurants in der Umgebung beliefern. Auch über Flaschenabfüllung, die den Verkauf ankurbeln könnte, hat er nachgedacht. Der Unternehmer nimmt seinen beruflichen Werdegang fest in beide Hände. Er weiß, dass es nicht leicht ist, sich als Einzelunternehmer auf dem Biermarkt zu etablieren. Aber Jammern ist seine Sache nicht. Für ihn zählen traditionelle Werte, Risikobereitschaft und der Blick nach vorn!
Bier: 500 Jahre Reinheitsgebot  2016 war das 500. Jubiläum des ältesten Lebensmittelgesetzes der Welt. 1516 gaben die bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. in Ingolstadt offiziell bekannt, dass zur Herstellung des Bieres   nur Gerste, Hopfen und Wasser verwendet werden dürfen. Das Reinheitsgebot war damit geboren und ist mittlerweile in aller Welt bekannt. Deutsches Bier ist mit rund 1,5 Milliarden Litern pro Jahr ein Exportschlager. Kleine Biergeschichte  Die Geschichte des Bierbrauens reicht ca.10.000 Jahre zurück und wurde damals in China wie auch in der Region südlich des Mittelmeeres (Gebiet des „Fruchtbaren Halbmondes“; heutiges Syrien, Libanon, südliche Türkei, Irak, westliches Iran) angewandt. Die älteste bildlich überlieferte Darstellung des Bierbrauens ist ein ägyptisches Wandgemälde. Als älteste ägyptische Bierstadt ist Pelusium an der Nilmündung bekannt. Es wird berichtet, dass fast alle Völker der Erde schon sehr früh die Herstellung  alkoholischer Getränke kannten. So tranken südamerikanische Volksstämme schon vor Jahrtausenden das Chica- oder Maisbier oder die Südsee-Insulaner ihr Kawa-Bier, die Ostasiaten das weit verbreitete Resi-Bier, die Inder und Perser das Soma- und Haoma-Bier und die europäischen wie auch afrikanischen Völker das Hirsebier.
. . . die Hausbrauerei der Bier- Schmiede erleben Wir haben die alte Braukunst für uns neu entdeckt und wiederbelebt. Unser Bier wird absolut nach dem Reinheitsgebot von 1516 gebraut. Hierbei handelt es sich um das älteste bekannte Lebensmittelgesetz und es ist letztendlich mit für den weltweit hervorragenden Ruf der deutschen Biere verantwortlich. Daher verwenden wir nur Malz, Hopfen, Hefe und quellfrisches Wasser in kontrollierter Qualität. Anders als bei Großbrauereien ist unser Bier frischer und unfiltriert. Dadurch ist es auch süffiger, gesund und vitaminreich. Und Sie als unser Gast gewinnen ein besonderes Erlebnis. Probieren Sie unser selbstgebrautes Bier. Sie werden begeistert sein. Versprochen!
Handwerkliches Bierbrauen in Bendorf Brauer mit Leib und Seele Andreas Tschursin setzt auf alte Braukunst und moderne Technik
Bier-Schmiede, Bendorf/Rhein Gegr. 2015 | 6 Mitarbeiter Pils, Hell- und Dunkelbier
Andreas Tschursin kombiniert alte Rezepte mit hochmoderner Technik und arbeitet dabei mit Brauer- und Mälzermeister Ralf Gerwert (BdB, Rhaunen) zusammen.
Brauerei-Führung Fachkundige Führungen durch unsere Brauerei in Gruppen bis max. 20-25 Personen. Bierverkostung Bierverkostung mit Essen (nur auf Vorbestellung). Besichtigungen sind für gehbehinderte Personen leider nicht geeignet. Kein Eintritt für Besucher unter 12 Jahren. Besucher unter 16 Jahren dürfen an der Verkostung nicht teilnehmen.
Preise (pro Person) Brauereibesichtigung 4,00 € mit anschl. Bierprobe (3 Getränke à 0,25 l) 9,00 € für Schüler und Azubis 3,00 € mit anschl. Bierprobe (3 Getränke à 0,25 l) 7,00 €
Brauereibesichtigung mit anschließender Bierprobe und zünftigem Essen Hausgemachter Leberkäse mit Spiegelei, süßem Senf, Bratkartoffeln, Zwiebeln, Speck und Krautsalat 17,00 € oder Brauhausschnitzel mit hauseigenen Biersoße, gebratenem Gemüse,Bratkartoffeln mit Zwiebel und Speck 19,00 €
Besichtigungsdauer Ca. ½ bis 1½ Stunden pro Tour - je nach Leistungsumfang. Wir bitten um Verständnis, dass die Brauereibesichtigungen nur nach vorheriger Anmeldung möglich sind. Unsere Brauereibesichtigungen finden ganzjährig von Dienstag bis Sonntag statt. Zeiten nach Vereinbarung
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